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Die Ausgrabungsstätte SOLUNTO

  • Autorenbild: milena479
    milena479
  • 7. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen

Viele wissen nicht, dass trotz der Entfernung Siziliens zu Griechenland einige der größten griechischen Tempel auf Sizilien stehen! Das Tal der Tempel in Agrigent, UNESCO-Weltkulturerbe, gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse griechischen außerhalb des Mutterlandes, Selinunt wird als größter archäologischer Park Europas bezeichnet. Die griechischen Kolonien auf Sizilien waren im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. außerordentlich mächtig und reich.


Auch in Porticello, nur 20 Minuten Fußweg von der Casa America entfernt, gibt eine archäologische Ausgrabungsstätte - da sie weniger bekannt ist, kann man sie durchaus als Geheimtipp bezeichnen!



Solunto ist keine Tempelstadt, sondern vielmehr eine ursprünglich durch die Phöenizier gegründete und im 4. und 3. Jahrhundert durch Griechen eroberte Stadt, in der man das Alltagsleben in einer antiken Stadt nachvollziehen kann.



Man kann das Straßennetz mit rechtwinklig angelegten Straßen erkennen, Mauerreste von Wohnhäusern, Zisternen, das Gymnasion und ein Amphitheater.



Auffallend ist in Solunto, dass die Ausgrabungen wie Mosaike ungeschützt und begehbar sind. Nirgendwo steht ein Aufpasser, auch sind sie nicht mit Glasscheiben geschützt. Sie sind dem Wetter, der Sonne, den sich ausbreitenden Pflanzen und den Besuchern ausgesetzt. Man fragt sich, was in 100 Jahren davon übrig sein wird - während die Mosaike vor den Freilegungen über 2000 Jahre durch die Bedeckung mit Erde gut geschützt waren. Bei aller Sorgnis um den Erhalt und fehlende Mittel macht dieser Umstand das Gelände aber ganz besonders schön! Man hat nicht das Gefühl in einem Museum zu sein, auch Beschilderung ist nur sehr rar vorhanden. Statt dessen kann man frei auf Entdeckerjagd gehen und sich ein Bild von der antiken Stadt machen - und manchmal hat man das Gelände dabei ganz für sich alleine.



Blick von oben auf Porticello


Was Solunto auch spektakulär macht, ist die Lage und der weite Blick auf Porticello, und, wenn man bis ans Ende läuft, auf den Capo Zafferano! Läuft man den Hügel ganz hinauf und auf der anderen Seite wieder ein Stück hinunter, dann hat man wiederum Blick auf Bagheria und den Golf von Palermo und versteht, dass man sich auf dem vorspringenden Küstenrücken des Monte Catalfano befindet.



Die Bucht Santa Nicolicchia und der Capo Zafferano



Hat man einmal den Hügel erklommen, hat man links Blick auf die Bucht von Porticello bis Cefalù, rechts sieht man Bagheria und den Golf von Palermo!



Ganz besonders schön und empfehlenswert ist der Besuch von Solunto in den kühleren Jahreszeiten, wenn die Wiesen saftig grün sind, besonders im Frühling, wenn dazu noch Blumen blühen! Auf dem Gelände ist man dem Wetter ausgesetzt - bei Regen könnte man ins dazu gehörige Museum fliehen, bei brenneder Sonne muss man sich gut davor schützen und sollte auch Wasser zum Trinken dabei haben, denn die Hitze kann dort oben gnadenlos sein. Unsere Besuche im Januar und April waren herrlich, im Juni waren unsere Gäste auch beeindruckt, aber die Wiesen waren leider schon braun...


Während wir zuvor die kurze Strecke zum Eingang immer mit dem Auto gefahren waren (es gibt einen Parkplatz davor), sind wir bei unserem Besuch im vergangenen April gelaufen. Nur 20 Minuten von der Casa America und leicht zu finden: rechts an der Kirche vorbei die "Via Solunto" hoch laufen, die Straße überqueren und danach dem Fußweg mit Treppen und Pfaden aufwärts folgen. Unterwegs staunt man schon über die Blicke auf die Küste, die aber vom Ausgrabungsgelände noch um ein weites getoppt werden!



Nur 20 Minuten läuft man von der Casa America zum Eingang der Ausgrabungsstätte Solunto, wo man mit einem Plan ausgestattet selbstständig das Gelände erkunden kann.


Solunto (Homepage hier verlinkt)

Via Collegio Romana, 90017 Santa Flavia


Öffnungszeiten: Mo bis Sa 9 - 18.30 Uhr, Sonn- und Feiertags: 9 - 14 Uhr, im Winter teilweise früher geschlossen (es empfiehlt sich, die aktuellen Angaben auf der Homepage zu überprüfen). Letzter Einlass eine Stunde vor Schließzeit.

Tickets kann man vor Ort an der Tageskarte kaufen .


 
 
 

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